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Coach&Coach: Präventives Coaching

11. February 2022

Wann ist der richtige Moment für ein Coaching? Ist es notwendig zu warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, oder kann man Coaching auch präventiv einsetzen? Dieser Frage und unseren eigenen Erfahrungen gehen Jan Gustav Franke und ich in dieser Folge nach.

Listen on Apple Podcasts

Hier die Transkription des Podcast:

Jan
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Coach und Coach Ich begrüße herzlich Björn, Hallo Björn

Björn
Hallo Jan!

Jan
so, wir wollen uns heute beschäftigen mit einem Thema, das vielleicht, was Coaching angeht, gar nicht so gewöhnlich ist, denn wir wollen heute sprechen über Coaching als Prävention oder Präventionsmaßnahmen. Das soll heißen, wir wollen uns damit beschäftigen. Was kann man darunter überhaupt verstehen? Warum sollte man oder kann man das tun? Muss man das tun? Kann man das auch sein lassen? Was gibt es da für Möglichkeiten und warum unterscheidet man da überhaupt zu gewöhnlichen Coaching Anlässen? Das war heute die Idee für unsere Folge.

Björn
Ja, so ist es. Vielleicht sollten wir zur Einleitung sagen, was eigentlich normale Coaching Anlässe sind. Also was sind die Gründe, warum Klienten uns besuchen oder was, was Menschen dazu bringen, zu einem Coach zu gehen? Die klassischen Anlässe sind ja in der Regel Konflikte, Wünsche, Zielerreichung, Fragen wie Erreiche ich ein bestimmtes Ziel, solche Dinge? Und das fällt beim Coaching zur Prävention erst mal weg. Das heißt, ich gehe nicht zu einem Coach, will erklären Kommt nicht zu mir und sagt Ich habe folgendes konkretes Thema könnte man jetzt auch sagen, ist eine nette Gesprächsrunde dann. Oder was meinst du?

Jan
Das ist immer die Frage, was man darunter versteht oder wie man das sieht, wenn man das jetzt so flapsig sagen wollte. Ja. Allerdings gibt es natürlich auch trotzdem am Ende des Tages einen Auftrag für den Klienten, einen Coach oder an die Coach. Und so genau ist es halt nicht nur ein reines Zusammenkommen und Sprechen letzten Endes. Aber es ist schon auf jeden Fall ein Unterschied zu den üblichen Anlässen, die wir haben. Also Coaching als Präventionsmaßnahmen in Anführungsstrichen ist Anlass-unbezogen. Und das ist auch insofern ganz interessant, als dass ja oftmals auch die Coaching Beziehung auch als eine Beziehung auf Zeit angesehen definiert wird. Das heißt, Ziel einer Coach gehenden Beziehung ist dafür für gewöhnlich nicht das. Also insbesondere nicht, dass da irgendeine Art von Abhängigkeitsverhältnis entsteht oder so was. Sondern in der Regel bearbeitet man ein Thema zu einem Ergebnis und nach Möglichkeit wenn. Wenn das überhaupt so geht, definiert man auch am Anfang schon, wie viele Sitzungen das ungefähr in Anspruch nehmen wird und versucht da eigentlich schnellstmöglich zum Ziel zu kommen. Es gibt ja durchaus auch Coaches, die zu Recht sagen Mein Ziel ist, dass sie mich nicht mehr brauchen.

Björn
Wer sagt denn sowas? Ja, ja, ich glaube, den Satz habe ich schon mal benutzt, oder ist jetzt gerade so nett gelacht. Deswegen habe ich gedacht, du wolltest mich zitieren. Aber das ist ein Satz, den von einem Guten, dem man von einem guten Coach eigentlich regelmäßig hören sollte, dass der Klient den Coach nicht mehr brauchen sollte und auch bei Entscheidungsfindungen in keine Abhängigkeit von dem Coach besteht. Also nicht im Sinne von Jetzt habe ich hier eine neue Fragestellung. Da muss ich mal ganz dringend erst mit meinem Coach drüber sprechen, bevor ich irgendwas entscheiden kann, sondern genau das Gegenteil ist ja eigentlich das Ziel. Also muss man sich die Frage stellen Was soll Coaching als Prävention dann eigentlich bringen und wann ist es seriös? Wann ist das nicht eine Abhängigkeit? Ich selber gebe es jetzt einfach mal zu, ich mache das. Ich habe selbst innen eine Coaching, die ich alle wie oft 3 4 Monate, so wie es in den Kalender gut passt, besuche zur Prävention einfach und mit der über alles mögliche spreche, was so in der Zwischenzeit geschehen ist.

Björn
Also was ich als persönlich, als gravierend empfunden habe, wo ich dann drüber spreche. Und das ist völlig anders. Also ich komme nicht dahin. Ich habe so ein großes Problem gerade oder ich. Hier brauche ich Unterstützung, da weiß ich nicht weiter, sondern ich benutze das als Spiegel in dem Moment als Klient und andersrum mache ich das dann genauso. Ich benutze das als Spiegel. Und damit kommen wir eigentlich schon zu einer Voraussetzung dafür. Das ist natürlich nur möglich mit jemandem, mit dem man schon eine wirklich gute Coach Beziehung aufgebaut hat. Also wenn wir jetzt einen neuen Klienten kriegen und der sagt, ich möchte präventiv mal zum Coaching, wird es eher schwierig, weil bei aller Empathie, die wir besitzen und bei allen Fähigkeiten, die wir sitzen und Tools, die wir kennen, kann man natürlich nicht so viel aus einem Gespräch herauslesen, wenn man den Klienten nicht so gut kennt.

Jan
Wobei die Viren sehr gerne mache. Also ich glaube auch, dass das eine andere Beziehung ist, wenn man sich gut kennt. Wobei ich denke, dass es auch durchaus interessant sein kann, auch als Klient oder als Person, da verschiedene Coaches auszuprobieren und zu gucken, an welcher Stelle funktioniert das gut für mich. Und auch das kann ja sozusagen neue Impulse geben. Es gibt ja auch durchaus Beratungs Beziehungen, in denen vielleicht auch mal irgendwas eingefahren ist und wo dann mal eine ganz neue Idee und eine ganz neue Art auch einen voran bringen kann. Aber auf jeden Fall ist es auch eine Möglichkeit, da quasi in einem vertrauensvollen Verhältnis dazu zu arbeiten und da quasi anzuschließen. Eventuell auch schon an ein Coaching Erfolge, die man gemeinsam hatte zu anderen Themen. Ja, ich du hattest gerade gesagt auch wie kann man dafür sorgen, dass man nicht abhängig wird? Und ich glaube, ein ganz wesentlicher Unterschied ist, dass Themen zu Ende bearbeitet werden. Soll heißen Wenn ein Klient mit einem Anliegen kommt, dann sollte dieses Anliegen konsequent durchgearbeitet werden und auch zu einem zufriedenstellendes Ergebnis kommen.

Jan
Aber es sollte sich nicht die Situation einstellen, dass dieses Thema zum Dauerbrenner wird. Richtig. Wenn, wenn, wenn quasi die Prävention sozusagen nur ist, dass dieses Thema nicht zu Ende bearbeitet ist und das immer wieder wieder auftaucht und es eigentlich eine Symptombehandlung ist über einen langen Zeitraum, dann wäre das jetzt. Nach meinem Verständnis mag und mögen die Meinungen auch auseinandergehen, aber vielleicht nicht unbedingt die richtige Art und Weise. Dann sollte man vielleicht lieber noch mal schauen, ob man sich der Sache anders widmen kann, um dann mal zu einem Ergebnis zu kommen. Und hier geht es ja wirklich tatsächlich darum, nicht Themen ewig vorzuführen, sondern eigentlich zu sagen Hier gibt es vielleicht gar kein konkretes Thema, sondern man spricht mal über die Dinge, die einen aktuell beschäftigen, um da auch einfach mal neue Impulse zu bekommen.

Björn
Genau richtig. Ich glaube die Prävention, dass da keine Abhängigkeit entsteht, das ist vor allem Verantwortung des Coaches. Natürlich kann man da auch als Klient wachsam sein, aber der Coach hat dann natürlich die Hauptverantwortung, wie du sagst, das Thema richtig zu Ende behandelt werden bzw. auch und das sind ja die Grundsätzlich keiten im Coaching, dass man eben die Entscheidungsfindung dem dem Klienten überlässt und nicht Dinge sagt wie sie müssen. Sie sollten, damit der Klient die Entscheidung wirklich für sich selber trifft und nicht das Gefühl hat, ich brauche jetzt eine externe Quelle, die das mir abnimmt. Diese Verantwortung für mich selber, darum geht es bei Coaching als Prävention also überhaupt nicht. Ich glaube, wir sollten auch darauf eingehen, was es für Voraussetzungen gibt, dass das funktioniert, losgelöst davon, ob es eine gute Coach quälenden Beziehung gibt. Du hast schon recht, natürlich. Auch wenn jemand jetzt frisch zum Coaching kommt, kann das ja trotzdem bereichernd sein, auch wenn man sich noch nicht gut kennt. Aber ich glaube es gibt auch Klienten Seite ein paar Voraussetzungen, die sind schon wichtig.

Jan
Welche Witze denn dann?

Björn
Wenn ich meine geliebte Achtsamkeit steht, dann natürlich ganz weit oben. Achtsamkeit ist dieser dieser Modebegriff, der, wo ich ja immer denke, dass er uns an jeder Ecke um die Ecke, um den um die Ohren geschlagen wird, ohne dass näher erklärt wird, was es eigentlich ist und wie man wirklich achtsam lebt. Aber Achtsamkeit bedeutet in dem Fall ja, dass man so bewusst durchs Leben geht, dass man dann auch schon im Vorfeld so reflektiert ist, dass der Coach einsteigen kann. Also wenn ich, wenn ich vom Coach sitze und dann nur sage Ja, und dann hat er und dann hat das und dann ist das passiert. Dann habe ich den Brief bekommen oder sowas und dann noch überhaupt nicht in irgendeinem Maße drüber reflektieren konnte, weil mir die Achtsamkeit fehlt, das gar nicht für mich persönlich bewerten konnte, habe ich natürlich eine äußerst schwierige Gesprächsgrundlage.

Jan
Ich stelle mir die Frage, wie es aus Coaching Sicht ist, wenn der Coach ja prinzipiell auch vielleicht ja mit den richtigen Fragen dazu anregen kann, dann auch genau diese Reflexion zu kommen.

Björn
Ja, ist was wahres dran. Ich finde es effizienter, wenn die Achtsamkeit auf Klienten Seite dann schon ein bisschen erhöht ist.

Jan
Ja klar. Ich meine es fällt einem dann leichter aus dem was was man an Themen hat, sozusagen für sich auch schon vorweg herauszukristallisieren, was man auch, worüber man auch sprechen möchte. Also ich meine es ist trotzdem so, auch wenn man das jetzt als Prävention macht, dann sitzt man ja jetzt nicht drei Tage zusammen und redet über alles, was über die letzten 3 Monate passiert ist. Und wahrscheinlich hat man ja trotzdem ein begrenztes Zeitfenster von einer Stunde, zwei Stunden oder so was. Ja jetzt quasi einfach nur von dem zu sprechen, was einem zuletzt für eine Laus über die Leber gelaufen ist. Oder vielleicht nicht unbedingt direkt zielführend. Aber nichtsdestotrotz könnte sogar daraus das was kommen. Aber ja, es wird so, da will ich dir zustimmen. Es wird eigentlich um so effizienter, wahrscheinlich und zielgerichteter, reflektierter und achtsamer man auch für sich selbst ist. Und ja, je mehr man sich darüber im Klaren ist, was die Themen sind, die einen beschäftigen oder wo auch vielleicht noch ein bisschen was mehr mit drin sein könnte, dann gibt es vielleicht Punkte oder Begegnungen, die einen besonders getriggert haben.

Björn
So war es zum Beispiel, dass beschäftigt haben.

Jan
Oder ist da irgendwas, was einen nicht loslässt oder anderes oder was sich wiederholt? Also ein schönes Mittel, um das herauszufinden, ist Tagebuchschreiben. Ich weiß nicht. Machst du das?

Jan
Ich schreibe kein Tagebuch.

Björn
Ja, ich schon. Also ich setze mich schon jeden Abend hin, manchmal auch im Laufe des Tages, und schreibe mir Dinge auf, die mir bemerkenswert erscheinen. Ist ja auch eine gute Achtsamkeitsübungen wieder. Und was ich dann im Vorfeld von so einem ich nenne es ja TÜV, du weißt das schon von seinem TÜV Termin mache, ist, dass ich mir einfach die letzten Monate noch mal durchschaue. Und ich habe mir dann in der Regel schon markiert, wenn irgendetwas mir besonders sich besonders eingebrannt hat oder mir irgendetwas auffällt. Das markiere ich dann. Und dann habe ich eigentlich schon die Themen, über die sprechen möchte. Also du, keine dreitägige Sitzung, in der ich die letzten drei Monate wiedergebe, sondern ich habe dann schon das, worüber ich sprechen möchte. Und dann ergibt sich eigentlich der Rest der Coaching Sitzung ganz von alleine.

Jan
Was natürlich ein tolles Tool und eine tolle Vorbereitung für solche Sitzungen ist. Ja, wenn man da auf einen solchen Fundus zurückgreifen kann, auch an Erfahrungen und Dingen, die man noch als Wert empfunden hat, niederzuschreiben und Tagebuchschreiben es wirklich. Ich kann es dir nur ans Herz legen. Eigentlich jedem ist eine wirklich tolle Sache. Auch wenn man es vielleicht nur befristet für einen Monat macht oder für eine Woche, reicht es schon, weil es fällt einem sehr viel auf in dem Moment, wo man es zu Papier bringt. Wie du sagst, bekommt es ein ganz anderes Gewicht. Und wenn man zum Beispiel die gleichen Themen oder das gleiche, auch wenn es immer ein paar Tage versetzt ist, immer wieder aufschreibt, fällt es einem viel mehr auf, wenn man es aufschreibt und dadurch wird einem sehr viel bewusst. Was dann auch? Selbst wenn es jetzt Coaching ohne Prävention wäre. Also wenn es jetzt bezogen ist Coaching. Daraus ergeben sich manchmal schon tatsächlich auch Coaching Themen, die man gezielt besprechen kann.

Jan
Ja, und darüber hinaus ist natürlich das Tagebuch schreiben, wenn man es tut und wenn man dann so etwas sieht, sich dann auch anschaut, auch schon allein eine Möglichkeit, dass einem Dinge offenbar werden, an denen man schon selbst arbeiten kann.

Björn
Auch wenn das auch noch mal eine eigene Folge wert, denke ich.

Björn
Tagebuchschreiben ja, ob man jetzt quasi ein allgemeines Tagebuch schreibt? Es gibt Menschen, die schreiben Erfolgs, Tagebücher, Gefühls, Tagebücher, alles Mögliche. Insofern ist das schon. Ist das ja auch ein Thema, was interessanterweise doch immer wieder auftaucht. Es ist nicht so selten, dass das auch getan wird. Und eigentlich eine, wie ich finde, schöne, schöne. Gewohnheit?

Björn
Ja, eine sehr schöne Gewohnheit. Es gibt da ja tatsächlich mittlerweile auch verschiedenste Techniken. Ja, das alles wird ja auch das in irgendeiner Form kommerzialisiert. Das ist ja so, da gibt es ja zig Apps auf den diversen App Stores, die einem das erleichtern wollen. Da bin ich kein Freund von. Ich glaube daran, dass dann in dem Fall handschriftlich wirklich besser ist, obwohl ich ja in vielen Bereichen so ein Digital Verfechter bin. Dann gibt es im handschriftlichen Bereich das Bullet Journal, das bestimmt schon mal gehört, was für eine spezielle Technik ist. Ach, dann habe ich jetzt noch nicht das Sims Journal mal gesehen. Das heißt ich Sims Technik. Also da gibt es alles mögliche. Ich benutzt davon gar nichts. Ich schreib einfach das, was mir im Kopf ist und ich gehe. Und das schreibe ich auf. Ich habe Bullet Journal tatsächlich mal versucht. Das ist ganz, ganz spannend, weil es ja auch To-Do-Listen mit einbezieht, die man sich dann darstellt. Aber für mich ist ein Tagebuch eher eine Reflexion, eine Möglichkeit und nicht irgendwas, wo ich irgendwelche Tasks aufschreibe, die ich unbedingt erledigen muss.

Björn
Das mache ich mit anderen Dingen.

Jan
Also das traditionelle Tagebuch mit einem kleinen klitzekleinen Schlösschen dran geschrieben.

Björn
Ich habe kein Schloss. Nein.

Jan
Ja, da stellt sich ja trotzdem noch die Frage Warum sollte man jetzt überhaupt Coaching als Prävention betreiben? Also wir haben jetzt gesagt, es ist anders, ungezogen. Das heißt, man tut es und kommt dann auch auf Themen, die einen vielleicht gerade beschäftigen. Aber was ist jetzt Sinn der Sache? Was kann ein da oder warum kann einen das weiterbringen? Darüber haben wir jetzt noch nicht gesprochen und wir hatten ja gerade kurz in dem in dem Vorgespräch schon uns ausgetauscht. Und da ist mir dieses Bild in den Kopf gekommen von einem Feld, was irgendwie gewässert wird und fruchtbar gehalten wird und so gar nicht erst austrocknen anfängt zu brennen. Also im Grunde genommen schon vorher aufzupassen und und das wollte ich jetzt hier zumindest mal strapazieren, zumindest bei mir.

Björn
Ist aber ein schönes Bild, weil man gießt. Ja, das fällt tatsächlich im Vorfeld, bevor es so dürr ist, dass es kein Wasser mehr aufnehmen kann. Also wenn die Krise eigentlich schon eingetreten ist, wenn wir bei dem Bild bleiben und eine schöne Metapher ist das und dann fließt das Wasser halt nur ab oder man braucht erheblich mehr Zeit, damit das Wasser auch wirklich zu den Wurzeln drängt. Und so ist es beim Kochen zur Prävention halt, auch wenn wenn man ähm, ich will es so sagen wenn. Wenn wir unseren Alltag nehmen. Und wir. Wir haben in unserem Alltag, egal was wir für einen Job haben, wir werden befeuert. Jeden Tag mit tausend Themen. Das eindrücken Veränderungen. Kollegen kommen, Kollegen gehen. Neue Aufgabenbereiche, neue digitale Tools zum Beispiel, mit denen wir arbeiten müssen. Irgendwie so was. Und wir haben eigentlich gar nicht die Zeit, uns im Alltag. So intensiv mit solchen Themen, die da an uns vorbeirauschen, auszutauschen. Und ich glaube, dass Coaching da helfen kann, Probleme zu verhindern, wo sie sonst vielleicht über einen längeren Zeitraum entstehen könnten.

Björn
Dass das eine das andere ist. Ich bin ja ein großer Freund von Schema Coaching, auch wenn ich die Ausbildung noch nicht fertig gemacht habe. Aber Schema Coaching ist ja ein ganz spannendes Thema für mich. Was ja besagt, dass wir allen alle nach Mustern handeln und diese Muster sehr, sehr früh in uns eingebrannt werden und dass man diese Muster ja verändern kann. Und ich glaube tatsächlich, dass es auch wenn man ein Thema ausführlichst behandelt hat und für sich da Lösungen gefunden hat, dass es sein kann, dass solche Muster wieder aufflackern. Dass das aus der tiefen, hintersten Winkeln unseres Hirns sich irgendwann mal wieder meldet. Und dann ist Coaching zur Prävention einfach auch ein schönes Tool, um das frühzeitig zu erwischen. Also dass man wieder vielleicht in Fahrwasser gerät, was man eigentlich durch ein Coaching mal beendet hat. Ich hatte das noch mit einer Klientin vor gar nicht langer Zeit, dass ich den Satz gehört habe Ach, dann kam ein stetiges und flüchtiges Wort. Hat mich das wieder eingeholt? Und weil das eigentlich ein Thema war, das schon vor zwei, drei Jahren mit einem anderen Coach mal besprochen wurde.

Björn
Und da habe ich noch gedacht Siehste, da wäre es vielleicht schön gewesen, wenn man da zwischendurch einfach ein bisschen durch so ein Gespräch mit einem Coach einfach dran geblieben wäre, damit es einen nicht mehr einholt. Das ist auch ein schöner Anlass für ein Coaching.

Jan
Und Prävention ist ja auch in anderen Bereichen des Lebens eigentlich gar nicht unüblich. Also wenn du schon sagst, du bezeichnest es auch als etwas regelmäßiges Coaching, auch ohne Anlass, dann ist es ja so, dass es bei Technik sowieso so gemacht wird, dass regelmäßig gewartet wird. Also eine Wartung stattfinden wird. Und auch in anderen Bereichen unseres Lebens ist es ja so, dass wir auch durchaus präventiv unterwegs sind. Also wir gehen einmal im Jahr zum Doc, zum Check up, lassen regelmäßig die Zähne kontrollieren. Wir tun auch sportliche Dinge, um uns fit zu halten. Auch das ist natürlich was. Wenn ich meinen Körper stärken kann, dann klappt das auch nicht bei der kleinsten Belastung zusammen.

Björn
Und das ist ein schönes Bild. Jan Entschuldige, wenn ich dir ins Wort fallen, aber das ist ein schönes Bild mit dem Sport, wenn. Wenn man erst dann Sport macht, wenn man den Herzinfarkt schon hatte, dann ist es ja eine Rehabilitation, dann ist es keine Prävention. Und das ist viel, viel mühsamer.

Jan
Und das ist, genau das ist der Punkt auch mit dabei. Und ich finde also oftmals begegnet mir das, ich weiß nicht, wie das geht, aber das eben auch Dinge getrennt betrachtet werden und wir sind halt einfach keine getrennten Wesen. Also es gibt sowohl wie wir bestehen aus unserem Körper, aus unserem Geist und alles kommt zusammen und. Es ist natürlich so, dass wenn ich mich. Sportliche Ertüchtigung halte nur bewusst ernähre, auf mein Gesamterscheinung achte, dann fühle ich mich mental schon besser und das hilft mir. Und genauso ist es so Wenn ich mich mental gut fühle, dann bin ich auch eher in der Lage, mich fit zu halten, andere Dinge zu machen und so weiter und so fort. Das heißt, das eine greift auch in das andere über, beeinflusst sich auch und sowohl das, was wir in Aktivitäten tun, auch sportlich oder beruflich usw. Das hat alles einen Einfluss auf unsere Psyche, auf unser Empfinden, auf unser Wohlbefinden. Und wie gesagt, genauso die die Psyche, auch auf die anderen Bereiche. Und deshalb finde ich das auch ehrlicherweise zu kurz gegriffen.

Jan
Gerade wenn man eben auch in fordernden Situationen ist, das beiseite zu lassen. Zumindest gibt es das Risiko, dass es sich dann eben in eine Richtung entwickelt, die vielleicht nicht so super ist. Und da gibt es natürlich ganz, ganz viele unterschiedliche Wege, die man damit gibt, die man da gehen kann. Es gibt ganz viele Dinge, die kann man selbst tun. Man kann ja auch durchaus ein sehr bewusstes Leben führen und ein gutes Leben und ein psycho gesundes Leben, ohne dass man ein Coaching hat. Also auch ein Coaching ist ja nur ein Angebot und nur ein Tool. Es gibt auch Menschen, die machen regelmäßig Sport, die anderen kommen besser zurecht, wenn sie einen passenden Trainer teilweise an der Seite haben, der auch mal guckt Wie ist denn die Haltung mit dabei? Und so weiter. Und ähnlich sehe ich das im Grunde genommen im Coaching. Auch das hilft uns auf der mentalen Seite. Und es ist kein Qualitätsmerkmal, ob man es tut oder ob man es nicht tut. Man kann sich auch anders auch mental gut halten.

Jan
Manchmal braucht es vielleicht auch mal ein bisschen professionelle Unterstützung irgendwo. Aber ich glaube, wichtig ist halt einfach, dass man auf sich achtet und eben nicht die Sache so weiterlaufen lässt, dass es halt eben erst zur Krise kommt, erst zur Katastrophe und man dann anfängt zu arbeiten, weil dann ist der Weg natürlich viel länger und mühsamer.

Björn
Genauso ist glaube ich auch ganz schönes Tool um. Also wir hatten ja neulich hatten, als wir mit Narayen miteinander sprachen, jetzt nicht im Rahmen des Podcast, sondern wir reden ja auch sonst miteinander und da haben wir ja auch das Know how hatten wir, haben wir ja auch darüber gesprochen, dass wieder so eine Diskussion entbrannt ist über Business Coaching und persönliches Coaching, also inwieweit sich das trennen lässt oder auch nicht trennen lässt. Und da hilft Coaching zur Prävention halt auch wenn ich in einem, wenn ich in meinem persönlichen Umfeld zum Beispiel irgendein Drama habe, eine Trennung oder auch was anderes, was Positives ein Kind wird geboren, solche Geschichten, dann wird das. Ohne Zweifel Einfluss auf mein berufliches Tun und Sein haben, das kann man nicht trennen. Es gibt nicht diesen Menschen, der die eigene Persönlichkeit zu Hause lässt, in den Job fährt und dann da auf einmal ein völlig anderer Mensch ist, den das alles nicht tangiert und umgekehrt ja genauso. Also habe ich im Job eine gravierende Veränderungen, einen neuen Chef, andere Kollegen, vielleicht ein ganz neuer Arbeitgeber.

Björn
Wird das auch Auswirkungen auf mein persönliches Umfeld haben? Und da ist so ein Coaching Gespräch eine wunderbare Möglichkeit, wenn man das denn möchte. Diese Veränderung so zu reflektieren, dass sich das auch miteinander integriert, weil das ist ja ganz häufig so, dass die Bereiche so künstlich getrennt werden zum Schutz des jeweiligen anderen Bereichs, dass man da in einen inneren Konflikt gerät, weil man das einfach nicht mehr übereinander bringt. Ein Beispiel Ich habe einen anderen Job, der kostet deutlich mehr Zeit. Darüber ist der Partner dann sauer. Das kriege ich nicht. Fair argumentiert. Dann mache ich mir Sorgen. Ich schlafe schlecht, weil ich nicht mehr so viel Leistung muss, noch mehr arbeiten. Also so ein Schneeballsystem. Und da kann Coaching relativ früh eigentlich zur Prävention helfen, um so besser zu integrieren. Hmm, ja.

Jan
Ja, ja, genau. Ich war ja mit dem oder oder Teufelskreise oder wir. Ja, ich glaube auf jeden Fall, das eine bedingt das andere und hat darauf.

Björn
Ja, ja, ja, ich glaube beides wäre richtig, weil auch noch auf das Thema Work-Life-Balance. Hm, das wäre ja auch noch mal ein schönes Thema für eine andere Folge. Und eben die Frage wie du schon sagst, kann man sie überhaupt getrennt betrachten oder kann man das nicht in diesem Zusammenhang? Und was hat das eine für einen Einfluss auf das andere?

Björn
Ja, so ist es ja.

Jan
Also wir haben über einiges gesprochen. Hast du Lust ein kleines Fazit zu ziehen?

Björn
Ja, ich fand eigentlich das. Du hast so ein schönes Schlusswort schon gesprochen. Du hast gesagt Coaching ist Prävention ist auch nur ein Angebot. Es gibt sehr wahrscheinlich genug von unseren Hörern, die, die so bewusst durchs Leben gehen, allein durch Hören dieses Podcasts vielleicht schon, dass sie schon so hoch reflektiert sind, dass sie das vielleicht gar nicht für sich in Anspruch nehmen müssen. Aber selbst für die kann so ein völlig offenes Coaching helfen, um frühzeitig und ein Bild wieder aufzugreifen, den Acker zu bewässern, um ihn nicht austrocknen zu lassen und zu verhindern, dass Krisen oder wirklich Konflikte oder brenzlige Situationen überhaupt entstehen. Es tut sehr gut, sich aus Erfahrung heraus räumt den Kopf dann auch noch mal auf, selbst wenn man schon reflektierter Mensch ist. Aber wie gesagt, wer möchte, der kann. Wer nicht möchte, der muss nicht.

Jan
Ja, alles kann, nichts muss.

Björn
Genau. Ja, wir hoffen, es hat euch gefallen. Heute so ein bisschen mehr im Plauderton, weil das Thema ja auch dadurch, dass es so ein Anlass-unbezogenes Coaching ist, so ein bisschen mehr Freiraum bietet. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns treu bleibt. Wenn ihr Wünsche für Themen habt, könnt ihr uns die gerne schicken. Unsere Kontaktdaten sind wir immer unten in den Podcast Notes vermerkt und wir hoffen, ihr bleibt uns gewogen und freuen uns auf die nächste Woche mit euch. Bis bald.

Jan
Auf Wiederhören!

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