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Wie erreicht man Ziele?

19. November 2022

Wie erreicht man Ziele? Diese Frage hört man als Coach im Coaching besonders häufig. Klienten sind oft frustriert, weil Sie ein Ziel auch nach zig Versuchen immer noch nicht erreicht haben. Ein anderes Phänomen ist, dass manche ihre Ziele sehr häufig wechseln. Manchmal gibt es fast wöchentliche Wechsel, oft aus dem Gefühl heraus, dass das zuletzt gewählte Ziel eh nicht erreichbar ist.

In dieser Folge von Klarsicht:

👉🏻 Warum erreichen wir Ziele nicht?

👉🏻 Wertebasierte Ziele verstehen

👉🏻 Wie kleine Gewohnheiten helfen, große Ziele zu erreichen

👉🏻 Strukturieren von Zielen

👉🏻 Wie SMART Ziele helfen, Träume zu verwirklichen

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Links & Kontakt:

Buch: Die 1 % Methode (Affiliate-Link)

Buch: Das 6 Minuten Erfolgsjournal (Affiliate-Link)

Ich freue mich über Anmerkungen und Themenwünsche in den Kommentarfunktionen. Natürlich sind auch – hoffentlich positive – Bewertungen toll ☺️

Hier die Transkription des Podcasts:

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Klarsicht, dem Podcast mit mir Björn Bobach. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid. Und heute geht es um ein sehr beliebtes Thema im Coaching, nämlich Ziele bzw. wie man Ziele erreicht oder warum man sie auch nicht erreicht. Denn das ist wirklich eines der häufigsten Themen, die einem begegnen als Coach. Zumindest mir. Dass Leute zu mir kommen und sagen ich habe da so ein Ziel und ich erreiche es einfach nicht. Ich komme da nicht an. Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll oder ich versuche es immer wieder und ich erreiche es nicht. Und dabei möchten die Unterstützung haben. Es ist auch sehr häufig, dass jemand zu mir kommt, sagt, ich habe irgendwie ständig andere Ziele und erreiche eigentlich keins davon, kann mich auf keins wirklich konzentrieren. Das schwankt teilweise wöchentlich, dass immer ein neues Ziel gesetzt wird und man kann es wirklich erreichen. Das frustriert natürlich auf Dauer, weil wenn man sich ein Ziel setzt und nicht erreicht, wird das persönlich ja oft als Niederlage empfunden.

Natürlich kann man sich jetzt grundsätzlich fragen Ist es überhaupt notwendig, dass man permanent Ziele hat und die auch erreicht? Darüber habe ich mich mit meinem Coachkollegen Jan Gustav Franke im Coach&Coach Podcast auch schon mal ausgetauscht. Das hat natürlich viel mit unserer Gesellschaft zu tun, dass wir eine leistungsorientierte Gesellschaft sind, dass uns das Ansehen bringt, wenn wir Ziele haben und die auch erreichen, auch wenn es große Ziele sind, vor allem. Aber das ist ein anderes Thema. Das gehört jetzt nicht hierher. Aber grundsätzlich sind Ziele natürlich etwas sehr Positives. Die treiben uns an, die geben uns eine Richtung vor. Also warum erreichen wir Ziele häufig nicht? Ich habe da für mich zwei grundsätzliche Ursachen erst mal herausgefunden, kann es natürlich noch viel mehr geben, aber das sind für mich die zwei am häufigsten vorkommenden. Und das ist zum einen zum Ersten, dass Ziele dann oft nicht erreicht sind, wenn sie nicht wertebasiert sind. Und was meine ich mit Werten? Damit meine ich die persönlichen, eigenen Grundwerte, das, was uns wirklich wichtig ist.

Ein kleines Beispiel Wenn ich als Ziel mir setze, ich will mehr Geld verdienen, ist das vielleicht ein Ziel, das man haben kann. Aber welcher Wert wird denn damit überhaupt repräsentiert? Mehr Geld kann ja verschiedene Werte haben. Das kann zum Beispiel Ansehen haben. Es kann aber auch Unabhängigkeit als Grundwert haben. Ein anderes Beispiel ist weniger arbeiten. Ist hier das der Grundwert dahinter? Ich habe ein großes Freiheitsbedürfnis. Ich möchte mehr Freiheit haben. Oder ist es ein Selbstbestimmungssbedürfnis, dass ich selber entscheiden möchte, wie ich mit meiner Zeit umgehe? Das ist schon recht wichtig, denn wenn ich nicht weiß, warum ich dieses Ziel mir eigentlich setze, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich es nicht verfolge, sehr, sehr viel höher. Und ganz anders ist es, wenn ich mir ein wertebasiertes Ziel setze. Sagen wir als Beispiel Ich habe als Ziel Ich möchte unabhängig sein. Das ist mein Grundwert, den ich verfolgen möchte. Dann kann ich mir für meine Ziele kleine Gewohnheiten angewöhnen, die mich diesem Grundwert Unabhängigkeit immer näher bringen. Und das Ziel zum Beispiel mehr Geld.

Das stellt sich schon fast von selber ein. Weil wenn ich genug Geld auf dem Konto habe, bin ich auch unabhängiger von anderen wirtschaftlich. Und ganz wichtig ist, dass kleine Gewohnheiten, dass ich eben erwähnt habe, wenn ich ein wertebasiertes Ziel anstrebe und ich möchte das jetzt mit unglaublich großen Veränderungen machen, ist die Chance zu scheitern wieder sehr, sehr groß. Denn wir Menschen sind Gewohnheitstiere und eine neue Gewohnheit, sich anzugewöhnen ist das wird, werdet ihr wissen, wenn ihr es mal versucht habt. Gar nicht so einfach. Also so ein schönes Beispiel ist, man möchte sportlicher sein und wir kennen das alle, das gerade so zum neuen Jahr sich Vorsätze gemacht werden und dann gehen die Anmeldezahlen in den Fitnessstudios in die Höhe. Also die explodieren geradezu. Und wenn man in so einem Fitnessstudio angemeldet ist und dann mal so in den ersten zwei Wochen des Jahres da sich aufführt, dann fallen einem ganz viele Leute auf, die man noch nie vorher gesehen hat, die alle top ausgestattet sind und dann auch ständig da sind und auf einmal gar nicht mehr.

Und das hat damit zu tun, dass die Gewohnheit, die da angeht, trainiert werden soll, also diese Veränderung viel zu groß ist. Also wenn ich mit dem Sport anfangen will und mir direkt dann als Ziel setze, jetzt gehe ich jeden Tag und mindestens zwei Stunden jeden Tag. Ja, ist eigentlich schon fast zum Scheitern verurteilt, weil das hält fast keiner durch. Die kleine Gewohnheit hingegen, die in meinen Alltag bequem passt, die kann sich ausbauen, die kann zu einer größeren werden. Und deswegen zum Beispiel wenn ich sage, ich möchte etwas sportlicher werden, kann man zum Beispiel sagen, Ich nehme grundsätzlich keinen Fahrstuhl mehr und grundsätzlich keine Rolltreppe. Das ist eine ganz kleine Gewohnheit, die man sich täglich angewöhnen kann. Oder wenn man es noch genauer definieren will, kann man zum Beispiel in seinem täglichen Alltag sich überlegen, bei so einem Vorsatz wie Ich möchte sportlicher werden, Wo gibt es denn Stellen, wo ich eher zu Fuß gehen könnte, als dass ich den Bus nehmen oder gar das Auto? Also kleine Gewohnheiten bringen uns unseren wertebasierten Zielen deutlich zuverlässiger näher als große Veränderungen, die wir am Ende nicht durchhalten, weil sie uns aus unserem zu sehr aus unserer Wohlfühlzone rausziehen.

Das wird wunderbar erklärt in dem Buch Die 1 % Methode oder auf Englisch Atomic Habits von James Clear. Und grundsätzlich zu wertebasierten Zielen kann ich euch das 6 Minuten Erfolgsjournal von Dominik Spenst empfehlen, der darin auch eine eine kleine Arbeit macht, einen kleinen Miniworkshop mit sich selbst, den man mit sich selbst abhalten kann, durchführt, wie man seinen Grundwerten auf die Spur kommen kann, wie man herausfinden kann, welche Grundwerte einen eigentlich antreiben. Ich biete dazu eigentlich auch Workshops an, aber das ist eigentlich ein ganz schöner Ansatz, wie man sich seinen eigenen Grundwerten klar werden kann und dann auch seine Ziele entsprechend versteht und anders einordnet. Und aus persönlicher Erfahrung, auch aus der Erfahrung meiner Klienten kann ich sagen Das sind Ziele, die dann wirklich nachhaltig mit kleinen Gewohnheiten verfolgt werden und der in der Regel auch zum Erfolg führen. Das ist der eine Grund. Also, dass Ziele oft nicht wertebasiert sind. Der andere Grund ist Die Ziele sind zu groß. Und das muss ich sofort wieder relativieren. Dieser Satz Die Ziele sind zu groß, denn große Ziele sind was Tolles.

Es ist wunderbar, ein großes Ziel zu haben. Es gibt ja auch diesen schönen Satz Wer auf einen Gipfel will, muss nach den Sternen greifen und da ist ganz viel Wahres dran. Also soll jetzt nicht heißen Setzt euch keine großen Ziele, aber große Ziele haben die Eigenschaft, dass sie uns oft unerreichbar scheinen. Also wenn ich zum Beispiel ein Ziel habe ich möchte ein Haus bauen und ich bin gerade erst mit dem Job eingestiegen, in den Job eingestiegen und verdiene noch kleines Geld. Dann ist ein Haus bauen ein Ziel. Das ist so unfassbar weit entfernt. Das fühlt sich so weit entfernt an, dass es mich frustrieren könnte und sehr wahrscheinlich wird und ich das Ziel dann irgendwann aufgebe oder nicht so nachhaltig verfolge, wie ich es verfolgen könnte, wenn ich es clever gestalte. Und das clever gestalten ist eigentlich ganz simpel, nämlich Zwischenziele. Die meisten setzen sich ein riesiges Ziel und vergessen die Etappen dazwischen. Also Zwischenziele definieren. Wenn ich ein großes Ziel habe, wird es ganz viele meistens geben, die ich auf dem Weg dahin erreiche.

Und wenn ich mir diese kleinen Zwischenetappen, diese Zwischensieger in Anführungsstrichen einmal klar mache, kann ich mir auch für diese Zwischenziele ganz genau überlegen Was hilft mir dabei, dieses Zwischenziel zu erreichen? Was hindert mich vielleicht daran, Wen oder was brauche ich dazu? Habe ich da vielleicht eine innere Blockade, die ich mit einem Coach besprechen möchte? Brauche ich da eine bestimmte Ressource, die ich nicht selber liefern kann? Brauche ich jemanden anderen? Und das ist für Zwischenziele wieder viel, viel einfacher, als wenn ich das für ein riesiges Ziel, das ganz weit weg ist, mache. Da brauche ich nämlich sehr wahrscheinlich so viel Hilfe und so viele Ressourcen, dass ich die gar nicht alle auf einmal organisieren kann und auch nicht muss. Die sind für die Zwischenziele wichtig. Also große Ziele herunterbrechen in kleine Etappen und dann ganz wichtig für diese Etappen jeweils sich überlegen, was hilft mir, was hindert mich und wen oder was brauche ich dazu? Und für diese Zwischenziele kann man dann auch wunderbar das Smart Prinzip nutzen. Davon habt ihr bestimmt schon mal gehört, wenn ihr euch mit Zielen grundsätzlich auseinandergesetzt hat.

Wenn nicht, erkläre ich euch das noch einmal schnell. Smart ist eine Abkürzung für insgesamt fünf Eigenschaften, die ein gutes Ziel haben sollte. Das bedeutet, ein Smart Ziel ist wie das erste. Der erste Buchstabe sagt spezifisch, also ein S Für spezifisch bedeutet das Ziel so genau wie möglich definieren. Das M steht für messbar. Es muss ein Ziel sein, das ich auch wirklich messen kann, dass ich es erreicht habe. Es muss attraktiv sein, das ist ganz wichtig. Es muss attraktiv im Sinne meiner eigenen Werte sein. Damit kommen wir wieder zum Ersten Punkt. Wenn dieses Ziel nicht mit meinen Grundwerten übereinstimmt, werde ich es sehr schwer haben, es wirklich durchzuziehen und zu erreichen. Es muss realistisch sein. Das heißt, Traumschlösser bringen mir hier überhaupt nichts. Gerade bei den Etappenziele bringt mir das gar nichts. Da kommt wieder das Runterbrechen die kleinen Zwischenziele ins Spiel, wenn ich ein riesiges Ziel habe. Sagen wir, ich bin Berufseinsteiger und sage, ich möchte mir ein Haus bauen, wird das sehr wahrscheinlich erst mal unrealistisch sein.

Wenn ich mir aber kleine Etappenziele setze, die können sehr viel realistischer gestaltet werden. Bausparvertrag abschließen zum Beispiel, so als kleines Zwischenziel. Also ganz wichtig Das muss ein Ziel sein, das ich auch realistisch in einer gewissen Zeit messbar erreichen kann. Und gewisse Zeit. Damit kommen wir nämlich schon zu dem letzten Buchstaben T terminiert. Also ich muss dieses Ziel zu einem bestimmten Zeitpunkt, den ich mir auch selber setze, erreichen können. Und wenn ich die Etappen nach diesen Smart Prinzipien aufsetze, komme ich meinem großen Ziel, das vielleicht eigentlich unrealistisch und unglaublich weit weg erscheint, Schritt für Schritt näher. Ich habe immer sichergestellt, durch den Faktor von attraktiv, dass es mit meinen Werten übereinstimmt und auch dann werde ich dieses Ziel mit ganz großer Wahrscheinlichkeit erreichen. Im Coaching erlebe ich das ganz häufig, dass ich so eine Zielarbeit mache und das in dem Moment, wo man dann ein großes Ziel in diese Etappenziele unterteilt ist, eigentlich schon fast von selbst aus meinen Coachingklienten heraus sprudelt. Und ab der ersten Etappe, wenn man diese einzelnen Ziele nach dem Smart Prinzip einmal aufrollt, alles andere schon fast von selber passiert und ich dann schon gar nicht mehr gebraucht werde.

Dass ich als Coach tatsächlich immer der schönste Moment, wenn ich merke, okay, eigene Ressourcen sind im Gang und das Ziel rückt tatsächlich in greifbare Nähe. Ich hoffe, da war etwas für euch dabei. Ich finde das ganz das Thema ganz wichtig. Ziele sind wichtig und ein spannendes Thema. Ich würde natürlich interessieren, wie das bei euch so ist, ob ihr das auch schon erlebt hat oder ob euch einer dieser Tipps was gebracht hat. Gerne in den Kommentaren unter dem Podcast oder auch direkt an mich über meine Kontaktdaten in der Podcastbeschreibung oder über meine Website. Ich freue mich, dass ihr mir treu bleibt und sage Bis zum nächsten Mal. Ciao!

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